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conor pass, tralee und so weiter

Von Dingle aus führt ein möglicher Weg durch den Conor Pass (http://www.dingle-peninsula.ie/conor.html). Dieser ist eine gewundene schmale Straße mit etlichen Haltebuchten durch ein sehr eindrucksvolles Tal - schön, natürlich, manchmal bewattet von Nebelschwaden, manchmal so klar und strahlend, dass es fast schon wehtut, wenn der Ozean in der Ferne auftaucht.

Auf einem der Gipfel man angeblich auf die Galwaybucht und hinunter auf Dingle schauen. Nun ja, das war mir nicht vergönnt. Aber auf einem der Schilder war ja ein Bild von der eigentlichen Aussicht.

Allerdings hopsten mir später einige andere Eindrücke direkt in die Handykamera.

Nach der Dingle Peninsula kommt für die Einheimischen eh nix mehr.

Für Sally und mich aber ging es weiter. Aus der Bergstraße wurde eine Küstenstraße und der Ort Tralee (http://de.wikipedia.org/wiki/Tralee) harrte der Entdeckung. Eigentlich soll die Hauptstadt des County Kerry nichtssagend, hässlich und ignorierenswert sein – zwei gedruckte Reiseführer und eine lebende Person hatten mir das übereinstimmend suggeriert. Und doch wollte ich den Ursprung des Liedes „Rose of Tralee“ (http://www.youtube.com/watch?v=imdkNJCnrOM) unbedingt selbst mal sehen. Das tat ich. Erwartet habe ich nichts und erlebt habe ich auch nichts. Und trotzdem ist Tralee eindrücklich. Endgültig verabschieden sich kurz vor dem Stadtgebiet die kleinen bunten Dörfer, die Orte, die sich provinziell anfühlen, auch wenn sie Stadtrecht besitzen. Tralee hat keinen Bezug zum Wasser, das merkt man sofort. Das Stadtgebiet an sich muss sich nicht um einen Fluss oder an ein bestimmtes Ufer drängen, sondern die Siedelei hat jede Menge Platz.

Die Gebäude sind nach wie vor recht flach, ein paar Ausreißer nach oben hin sind allerdings nicht zu übersehen. Die Straßen sind breit, grau, viel befahren und die Menschen wirken viel weniger offen, als ich sie bisher kennengelernt habe. Das in der großen Stadt antrainierte Verhalten, anderen Menschen nicht in die Augen zu schauen, sich abzuwenden und eventuell auch die Straßenseite zu wechseln stellt sich hier sofort wieder ein. Seltsam.

Neben einigen recht angenehmen Straßenzügen mit zumindest pastellfarbenen Fassaden (hier im Vorort logiert auch das Regionalbüro von Sinn Féin http://de.wikipedia.org/wiki/Sinn_F%C3%A9in ) zeigt sich die belebte, zentrale Shopping Street grau und schmutzigweiß und für Weihnachten gerüstet.

Einmal um die Ecke gebogen, kann man allerdings wiederum in einem großzügigen grünen Park aufatmen. In Laufweite stehen neugebaute Einfamilienhäuser, die eine gewisse Heimeligkeit ausstrahlen, allerdings auch eigenartig fehl am Platz wirken.

Das Verlassen der Stadt fällt nicht schwer, weil die immanente Aggressivität nachlässt und sich die Straßenzüge immer mehr verjüngen und sich selbst und mich praktisch ausschleichen. Schön war es nicht, aber sehr interessant.

Ach ja, die Rose von Tralee http://www.roseoftralee.ie/ gibt es wirklich. Neben der Blume nebst entsprechenden jährlichen Festival gibt es auch den gleichnamigen Schönheitswettbewerb für Menschen …

Nachdem sich die Stadt kontinental gezeigt hat, wirkten die nachfolgenden Dörfer seltsam unbelebt. Breite Straßen, weiße Häuser, manchmal einige hundert Meter mit wenigen Kühen zwischen Nachbarhäusern und spiegelglatte, sonnenbeschienene Ozeanausläufer als Grundstücksgrenze.

Bürgersteige gibt es nicht, aber die wenigen Menschen, die unterwegs sind werden von den wenigen Autos umfahren. Erkennen kann man den einheimischen laufenden Iren an seiner immer immer immer gelben oder orangefarbenen Warnjacke oder -weste. Ist niemandem peinlich, das muss so sein. Und die Hunde tragen das auch …


5.12.13 22:03
 


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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Caro (6.12.13 09:03)
Nein, nein - diese Warnjacken/-westen sind momentan ein ganz großer Trend. Im durchgestylten Prenzlauer Berg begegnen mir auch immer mehr damit.


steffi (6.12.13 22:57)
schön! habe mir nämlich heute auch so ein teil gekauft - weste, gelb, klettverschluss - passt :-)


Caro (9.12.13 10:02)
Du Hipster!

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