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bantry und kenmare

Ein schönes kleines Städtchen mit Hafen und einer kleinen Insel in Sichtweite taucht plötzlich auf. Nach einer langen, etwas öden Tour durch die angeblich so schöne Landschaft West Corks ist das wie Frischluft fürs ästhetisch aufs höchste verwöhnte Hirn!

Nur noch an der Tankstelle vorbei, dann ist es geschafft. Bantry (http://www.bantry.ie/site42/) öffnet sich. Ein Markt- oder eher ein Promenierplatz liegt leicht erhöht zwischen drei unterschiedlich gestalteten Häuserzeilen. Eine ist bunt, Shops und Wohnungen. Die zweite ist in allen Grautönen dieser Welt gehalten und beherbergt das Touri Büro und das Bürgeramt der Stadt (in dem ich mich nach einem freien Zimmer erkundige, weil ich da noch nicht geschnallt habe, dass das Touri Büro wegen Nebensaison geschlossen ist und auf keinen Fall mit dem Bürgeramt kooperiert ...). Eine schöne Kirche, die Freiwillige Feuerwehr (praktisch, so nah am Wasser) und einige B&B begrenzen den Platz an der dritten Seite. Die vierte ist Wasser.

In dem Städtchen ist gerade Mittagspause. Die in Schuluniformen umherlaufenden Kinder stürmen sämtliche Lebensmittelgeschäfte, Handwerker essen in ihren Autos, Büromenschen packen ihre Sandwiches aus und stellen sich zum Essen ans Fenster.

Sie schauen abwechselnd auf die Bibliothek, die neben dem (!) berühmten Mühlrad steht oder wahlweise auf die kleine bunte Geschäftsstraße oder auch mal in die Gasse, die zur Hälfte Naturstein als Fassade aufweist, und deren Behausungen in eben diesen eingebaut wurden ...

Es gibt etliche Pubs in Bantry. Es gibt auch einige Hotels in Bantry. Und es gibt natürlich Charity Shops in Bantry. Und es hängt alles irgendwie zusammen: Als ich in einem der Charity Shops nach Livemusik am Abend frage, gibt es erst einmal mitleidige Blicke. Hmm, das sähe ja nicht gut aus. Musik gäbe es außerhalb der Saison eigentlich nur am Wochenende. Und diese dann vor allem in den Hotels. Die seien jetzt geschlossen. Also richtig verrammelt für einige Monate. Naja, Weihnachten sei noch eine Ausnahme. Wenn genug Reservierungen zusammenkommen, dann öffnete das eine oder andere Haus vielleicht doch noch die Pforten für zahlungskräftige Kundschaft. Aber für einen kleinen Plausch könne man als einzelne Frau durchaus in den Pub „Mariner“ gehen. Und wenn ich dort einen guten Bantry-Boy kennenlernte, müssten sie (die Damen aus dem Charity Shop) die ersten sein, die es erführen …

Nach einem ruhigen Abend mit Spaziergang durch die Stadt und dem unterhaltsamen irischen Fernsehprogramm (und später einem Filmchen aus der ZDF-Mediathek) schlafe ich schließlich ein. Hilfreich an diesem kalten Abend ist dabei auch der zusätzliche Halogenheizer, den mir die Dame des Guesthouse auf Nachfrage ins Zimmer stellt. Zum Schlafen stelle ich das gute Gerät dann doch ab, ist einfach zu hell …

Das Frühstück am nächsten Morgen ist irgendwie in Ordnung. Ich unterhalte mich mit der Schaufenstermalerin von Bantry, die den Nebentisch für ihre Utensilien benutzt. Während ich esse, wischt sie an den schmutzigen oder beklebten Stellen des Fensters herum, kratzt alten Kram herunter und malt dann freihändig Hollyberries (http://en.wikipedia.org/wiki/Holly) auf die Scheibe. Was tatsächlich sehr schön aussieht! Da die Iren momentan alle wie verrückt weihnachtlich schmücken, hat sie auch gut zu tun. Nicht alle wollen selbstgemalte Weihnachtsmotive haben, aber alle dekorieren irgendwie. Und gesetzt ist der 6. Januar als letzter Tag fürs festlich geschmückte Äußere. Die Schaufenstermalerin gibt mir noch einige Reisetipps mit auf dem Weg – Kenmare findet sie toll, es sei so ganz anders als Bantry. Und in Sligo sollte ich unbedingt auf einen bestimmten Berg steigen … werde ich machen.

Nach diesem guten Start in den Tag mache ich mich auf ins so idyllisch beschriebene Kenmare (http://www.kenmare.ie/). Es ist tatsächlich anders als Bantry. Und natürlich auch ähnlich. Mir gefällt es besser. Begrüßt werde ich von der pittoresken Nobel-Einkaufsstraße des Örtchens. Die Farben leuchten, die uniformierten Schulkinder lärmen, stürmen sämtliche Lebensmittelgeschäfte, Handwerker essen in ihren Autos, Büromenschen mümmeln ihre Sandwiches …. und so weiter.

Und doch ist es anders, denn in Kenmare ist Markttag. Am Straßenrand stehen einige Händler und bieten regionale Produkte und auch andere nützliche Dinge an. Ich hätte mir mein erstes eigenes Huhn kaufen können :-) Stattdessen schlendere ich durch die Stadt, schlendere noch einmal anders herum und gehe zur Sicherheit noch ein drittes Mal außen herum.


Dann esse ich eine Suppe, die am Markttag immer besonders günstig angeboten wird, mache noch ein Foto und verabschiede mich nach dieser erfüllten Stunde von Kenmare.


29.11.13 21:09
 


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